Jubiläums- Festzeitschrift zum 90 jährigen Bestehen

der Freiwilligen Feuerwehr Borkum

Kreisfeuerwehrverbandstag des Landkreises Leer 16. bis 18. Mai 1980

Borkum

Herausgegeben von der Freiwilligen Feuerwehr Borkum, Druck: Otto G. Soltau, Norden, Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers, Schutzgebühr DM 1,50 - Alle Bilder (c) Archiv Feuerwehr Borkum

Grußwort des Landkreises Leer

 v. Haus Oberkreisdirektor   Der Kreisfeuerwehrverband Leer nimmt das 90jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Borkum zum Anlass, dort seinen Verbandstag 1980 im Rahmen des diesjährigen Kreisfeuerwehrverbandsfestes durchzuführen.

Wir gratulieren der Freiwilligen Feuerwehr Borkum zu ihrem Jubiläum und sprechen allen Angehörigen dieser Wehr unseren herzlichen Dank aus für die allzeit gezeigte Einsatzbereitschaft, die von besonderer Bedeutung für den Schutz der Mitmenschen auf einer Insel ist. Mögen sie auch durch die kameradschaftliche Unterstützung des Kreisfeuerwehrverbandes ermutigt sein, in Zukunft Pawelczyk Landratihre verantwortungsvolle Aufgabe in der bewährten Form der freiwilligen Pflichterfüllung weiterzuführen.

Wir grüßen alle Feuerwehrmänner und Gäste sehr herzlich und wünschen dem Verbandstag und dem Borkumer Jubiläumsfest einen guten Verlauf.

v. Haus Oberkreisdirektor ; Pawelczyk Landrat

Grußwort des Kreisfeuerwehrverbandes Leer e.V.

Ulferts KreisbrandmeisterDer Kreisfeuerwehrverband Leer e.V. führt anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Borkum das Kreisfeuerwehrverbandsfest 1980 auf der Insel durch. Damit soll nicht nur das Jubiläum, sondern auch die Verbundenheit der Wehren des Festlandes mit der einzigen Inselwehr des Landkreises Leer betont werden.

Durch die insulare Lage konnte die Freiwillige Feuerwehr Borkum nie auf eine nachbarliche Unterstützung anderer wehren zurückgreifen, sondern war stets auf sich allein gestellt. Mit Bravour und Geschick haben es die Männer verstanden, trotzdem alle Aufgaben zu meistern. Eine Vielzahl von Brandbekämpfungen und Hilfeleistungen beweist alljährlich die Einsatzbereitschaft und die Einsatzfähigkeit der Wehr. Besonders deutlich wurde dies bei den tagelangen Einsätzen während des Schneeunwetters im Februar des letzten Jahres unter Beweis gestellt.

Personell war die Freiwillige Feuerwehr Borkum schon immer die stärkste Wehr des Kreises, Ausrüstungs- mäßig konnte sie darüber hinaus im letzten Jahrzehnt erhebliche Fortschritte erzielen. Dies ist auf die Initiative der Wehrführung und auf die Einsicht der Stadtvertretung und Stadtverwaltung zurückzuführen.

Die Stadt Borkum und ihre Freiwillige Feuerwehr können anlässlich des Jubiläums mit Stolz auf das erreichte zurückblicken.

Auch auf kulturellen Gebiet hat sich die Wehr durch ihren Musikzug und durch die Isle Jazz Band einen hervorragenden Platz geschaffen, und dies nicht nur auf der Insel. Nicht selten trug der Musikzug zum Gelingen der Kreisverbandsfeste bei.

Der Kreisverband Leer gratuliert daher besonders herzlich und wünscht der wehr Borkum alles Gute zum Wohle der Insulaner.

Mit diesem Wunsch verbindet der Kreisfeuerwehrverband den herzlichen Dank für die Vorbereitung und Durchführung des Verbandsfestes. viel arbeit war zu leisten, um den Besuchern des festes in jeder Weise angenehme Stunden zu garantieren. Möge das Verbandsfest darüber hinaus die Verbundenheit aller Wehren stärken.

Ulferts Kreisbrandmeister und Verbandsvorsitzender

Grußwort der Stadt Borkum

van Dyken BürgermeisterZum Jahrestreffen der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Leer 1980 auf Borkum entbieten wir allen Feuerwehrkameraden und Gästen unsere herzlichsten Willkommensgrüße.

Unsere Freiwillige Feuerwehr kann gleichzeitig mit dem diesjährigen Kreisfeuerwehrtag auf ihr 90-Jähriges Bestehen zurückblicken.

Anlässlich dieses Jubiläums sprechen wir den Männern der wehr Dank und Anerkennung des Rates, der Verwaltung und der Bevölkerung aus.

Ein rühmendes Gedenken aber auch allen toten Kameraden, die an dem großen Werk edler Uneigennützigkeit aufopferungsvoll und treu mitgearbeitet haben.

Unser Wunsch geht dahin, dass der so anerkennungswerte Idealismus durch das Beispiel der jetzt in der wehr tätigen sich auch auf die Jugend überträgt und nie aussterben möge.

Müller StadtdirektorWir hoffen, dass der Kreisfeuerwehrtag auf unserer Insel sowie die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Borkum zum vollen Erfolg werden und dass diese tage allen Teilnehmern in schöner und steter Erinnerung bleiben werden.

van Dyken Bürgermeister ; Müller Stadtdirektor

Grußwort

Gladow KurdirektorFür das Nordseeheilbad Borkum sage ich allen Teilnehmern des Kreisfeuerwehrtages Leer ein herzliches Willkommen!

Ich verbinde damit ein herzlichen Dank an den Stadtbrandmeister und alle seine Feuerwehrkameraden für die stets aufgeschlossene und tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung der Aufgaben des Kurbetriebes.

Mein besonderer Dank gilt bei dieser Gelegenheit auch dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borkum für die Mitwirkung bei Kurveranstaltungen. Der Musikzug hat im Laufe der Jahre mit seiner Musik vielen Gästen unserer Insel unterhaltsame und frohe Stunden bereitet.

Im Jahre 1850 als Seebad gegründet, hatte Borkum in wechselvoller Geschichte einen weiten Weg vom Fischerdorf zum Seebad zurückgelegt. Heute ist Borkum als eine der meistbesuchten Inseln, über 110.000 Gäste kommen jährlich nach Borkum, bestrebt, die ursprüngliche Inselwelt mit dem Anspruch der modernen zeit sinnvoll zu verbinden.

Ich wünsche dem Fest einen guten Verlauf und den Gästen einen angenehmen Aufenthalt mit vielen fröhlichen Stunden.

Gladow Kurdirektor

Grußwort der Freiwilligen Feuerwehr Borkum

 Egon Tjaden  StadtbrandmeisterAllen Feuerwehrkameraden und Gästen, die zum Kreisfeuerwehrverbandsfest des Landkreises Leer den Weg zur Insel Borkum gefunden haben, und mit uns gleichzeitig das 90-jährige Bestehen der Borkumer Feuerwehr feiern können, entbietet die Freiwillige Feuerwehr Borkum einen herzlichen Willkommengruß.

Es ist schön, dass wir anlässlich unseres Jubiläums den Kreisfeuerwehrtag 1980 ausrichten dürfen und wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Feuerwehren des Landkreises Leer für diesen Auftrag.

Wir hoffen sehr, dass die vorhergesehenen Veranstaltungen so verlaufen, dass unsere Feuerwehrkameraden „aus Deutschland“ zufrieden sein können, und wünschen allen viele erlebnisreiche und fröhliche Stunden bei den Insulanern.

Den Wettkampfgruppen wünschen wir viel Erfolg und gute Ergebnisse bei den Ausscheidungswettkämpfen und hoffen, dass die gute Borkumer Luft alle zu Spitzenleistungen verhilft.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass unser Feuerwehrhaus an den Tagen des verbandsfestes zur Information geöffnet ist und Kameraden offenstehende Fragen gerne beantworten. Es wäre schön, wenn viele Feuerwehrkameraden den Aufenthalt auf der Insel nutzen würden, auch einmal eine Inselfeuerwehr, die ja immer auf sich allein gestellt ist, näher kennenzulernen.

Nun bleibt mir nur noch allen Teilnehmern, Gästen und Freunden unserer Feuerwehr, viel Spaß im Kreise der Blauröcke auf unserer schönen Insel zu wünschen, von der man sagt, dass hier „alles anders“ ist.

Egon Tjaden Stadtbrandmeister

Rückblick zum 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Borkum

BorkumAngeregt durch Brandkatastrophen und gefördert durch die bereits begonnene Entwicklung von Löschgeräten, wurde die Freiwillige Feuerwehr vor 90 Jahren, und zwar am 23. November 1890, gegründet. Zur Gründungsversammlung fanden sich etwa 100 Interessenten ein, von denen noch am gleichen Abend 64 ihren Beitritt als aktive Wehrmänner erklärten. Neben diesen Männern trugen sich viele weitere Versammelte als Wehrfreunde in die ausgelegten Listen ein.

So sah die Strandstraße im Gründungsjahr 1890 unsrer Feuerwehr aus.

 

Im Januar begann man mit der Beratung der Grundsätze der Freiwilligen Feuerwehr, die bereits im Februar 1891 genehmigt wurden. Gleichzeitig wandte man sich dem wichtigsten Gebiet, der Beschaffung geeigneter Löschgeräte zu. Schwierigkeiten machte, wie auch heute noch immer und überall, die Finanzierung. Bemerkenswert aber ist, dass der Idealismus und die Freude an der Gemeinschaftsaufgabe so groß war, dass Kameraden Schuldscheine zur Beschaffung von Steigleitern unterzeichneten. Es wurde die Hilfe der Gemeinde erbeten, die aufgrund der Landgemeindeordnung vom 28. April 1853 zur Unterstützung der Feuerwehren verpflichtet war. Im Mai 1991 wurde die Freiwillige Feuerwehr Borkum in den Feuerwehrverband Hannover aufgenommen.

Die schwierige Löschwasserversorgung führte im Frühjahr 1891 zu einer Sonderberatung, in der auch die Errichtung eines Spritzenhauses und einer Schlauchtrockenanlage erörtert wurde. Bereits im Jahre 1892 wurde die Ausrüstung durch eine fahrbare mechanische Leiter und eine Abprotzspritze vervollständigt.

Zu Beginn des Jahres 1893 erfolgte die Neueinteilung der Wehr unter Berücksichtigung der bis dahin vorhandenen Löschgeräte in folgende Züge: 1. Zug: Mechanische Leiter ; 2. Zug: Abprotzspritze; 3. Zug: Gerätewagen; 4. Zug: Vierrädrige Maschine; 5. Zug: Schlauchwagen

Zur schnelleren und besseren Alarmierung der wehr wurden im gleichen Jahre die ersten Feuermeldestellen bei den Hornisten eingerichtet. Diese bekamen bestimmte Ortsgebiete zugeteilt, in denen sie durch Hornsignale die Wehrmänner alarmieren.

Die ständige Löschwasserversorgung war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesichert. BorkumDurch den Bau einer Wasserleitung im Jahre 1900 wurde eine wesentliche Verbesserung der Wasserversorgung für die Feuerwehr erzielt.

Im Januar 1897 wurden, nach vielen hin und her, die Wehrmänner bei der allgemeinen Unfallversicherung in Stuttgart versichert.

1898 erhielt die Wehr für den Brand an einem Eiskeller die erste Brandprämie von 50,00 DM vom Landschaftskollegium. Dabei wurde aber vorausgesetzt, dass die der Feuerwehr gehörige spritze der Aufsicht der Gemeinde unterstellt wird.

Der Steigerturm nach einer alten Postkarte

Der Kontakt zwischen der Borkumer Bevölkerung und der Freiwilligen Feuerwehr war auch damals schon lobenswert. Dies geht daraus hervor, dass die Vorbereitungen für das große Ostfriesische Feuerwehrverbandstreffen, dass am 14. und 15. Juni 1902 auf Borkum stattfand, von allen Seiten kräftig unterstützt wurde.

Ende des Jahres 1902 wurde der Steigerturm aus Holz für 800.00 DM an der Goethestrasse errichtet. Im Oktober 1903 stürzte dieser Turm beim Herbststurm ein. Im freiwilligen Arbeitsdienst wurde er von Kameraden der Wehr wieder errichtet und mit Schienen abgesichert. Im Herbst 1909 wurde der Übungsturm wiederum Opfer eines Sturmes und völlig zerstört. Da ein solcher Turm aber für die Feuerwehrmänner ein unentbehrlicher Ausbildungsgebäude und gleichzeitig eine eigene Schlauchtrockenanlage darstellte, wurde er im Oktober 1910 nochmals neu aufgebaut. Er hat der Borkumer Feuerwehr noch bis Mitte der 30 Jahre zur Verfügung gestanden und musste dann aber wegen Baufälligkeit abgebrochen werden.

Sorgenkind im damaligen Feuerschutz war das Ostland. Auf Vorschlag des Postverwalters wurde eine Weckerverbindung zwischen Ost- und Westland für 13,00 DM Jahresgebühren hergestellt, und der Wecker anfangs in der Wohnung von Dr. med. Kok und später bei dem Adjudanten Reemt Lorenz angebracht. Der Transport der Handdruckspritzen zum Ostland erfolgte mit Fuhrwerken. Der weg dorthin war unwegsam und nahm viel Zeit in Anspruch. Die heutige Wehr hat dank des technischen Fortschritts innerhalb von 6 Minuten im Ostland auf allen Rohren Wasser.

 

Borkum

Als Wilm Bakker die Feuerwehr führte, bot der Bereich der heutigen Kurverwaltung dieses Bild.

Borkum

Die Borkumer Feuerwehr im Jahre 1906. In den dunklen Jacken von lks.: Dirigent Dr. Kok, Adjudant Fr. Oetken, Hauptmann G. Köhler.

Im Jahre 1906 verlor die Wehr ihren Führer Hauptmann Georg Köhler durch Umzug nach Hannover. Sein Nachfolger wurde der Apotheker Wilm Bakker.

Im Laufe des Jahres 1909 wurden die Feuermeldestellen weiter ausgebaut. Sogar der Nachtwächter der Gemeinde wurde im Blasen ausgebildet und erhielt neben seinem Stab zum Anzünden und Löschen der Gaslaternen ein Signalhorn.

Alle Geräte waren bis 1910 noch in einem Badeschuppen untergebracht. Da aber diese Unterbringung höchst unsicher war, kamen sämtliche Feuerwehrgeräte in den Geräteraum des Rathauses. Bis 1963 musste dieser Raum in Anspruch genommen werden, da die Feuerwehr noch kein Gerätehaus hatte.

1913 verstarb Apotheker Bakker und Friedrich Oetken übernahm die Wehr. Hermann Faß rückte als Stellvertreter auf.

Der erste Weltkrieg rief viele Feuerwehrkameraden zum Militärdienst und der regelmäßige Übungsdienst litt sehr darunter. Erst im Jahre 1916 kam die erste Kommandositzung wieder zustande, an der Leutnant Bandau in seiner Eigenschaft als militärischer Leiter des Feuerlöschwesens teilnahm. Mit ihm herrschte ein gutes Einvernehmen, und er unterstützte die verbliebenen Feuerwehrleute nach Kräften.

Die erste Generalversammlung nach dem Kriege fand am 3. Mai 1919 statt, und war eine Enttäuschung, weil nur 25 Feuerwehrkameraden erschienen.

Aus Gesundheitsgründen trat Major Oetken von der Wehrführung zurück, Hermann Fass wurde neuer Wehrführer und Bernhard Schumacher sein Stellvertreter.

Da man der Meinung war, auch trotz 23 Neuaufnahmen den Feuerschutz nicht ausreichend sicherstellen zu können, erwog man in den Jahren 1920/21 die Errichtung einer Pflichtfeuerwehr. Weil aber nach und nach die alten Feuerwehrkameraden zurückkehrten, brauchte sie nicht verwirklicht werden.

Borkum

Die Wehr rückt zu einer Übung aus. Aufnahme aus dem Jahre 1925

Im Februar 1923 kam es zu einem größeren Brand in der damaligen Villa „ Prätoria“. Zu dieser Zeit wurde diese u. a. auch von dem Kapitän zu See Altvater bewohnt, der versprach, bei künftigen Bränden Soldaten zur Verfügung zu stellen. Von dieser Regelung wird bei größeren Einsätzen auch heute noch Gebrauch gemacht. In der jüngsten Vergangenheit hat die Borkumer Feuerwehr mit den Soldaten der Bundeswehr bei größeren Bränden, bei Sturmfluten und anderen Katastropheneinsätzen sehr gut zusammengearbeitet.

Im November 1924 begann die Ära der Motorisierung für die Freiwillige Feuerwehr Borkum. Eine bereits 1921 in Erwägung gezogene Motorspritze wurde angeschafft, nachdem die Gemeinde die Mittel dafür bereitgestellt hatte.

Am 29. November 1930 traf die Feuerwehr ein harter Schlag. Der Wehrführer Major Fass erlag inmitten seiner Kameraden im Festsaal des Dorfhotels einen Herzinfarkt. Mit ihm verlor die Borkumer Feuerwehr einen sympathischen Wehrführer und einen großen Kameraden. Hauptmann Schumacher wurde in der Versammlung am 17. Januar 1931 sein Nachfolger.

Borkum

Die Mannschaft der Handdruckspritze um 1930 / 31

Borkum

Rückkehr von einer Übung an einem Sonntag im Jahre 1930

Borkum

Bei der Parade zum 1. Mai 1933 auf der oberen Kurpromenade. Vorne: Major Schumacher.

Die Zeit von 1933 – 1945 war für die Borkumer Feuerwehr eine turbulente zeit. Viele Kameraden kehrten in dieser Zeit der Wehr enttäuscht den Rücken, weil der militärische Drill gegenüber dem reinen Feuerwehrdienst leider die Überhand bekam. Der beginnende 2. Weltkrieg zerstreute viele Feuerwehrkameraden in alle Winde.

Im Jahre 1936 schied Bernhard Schumacher wegen Erreichung der Altersgrenze als Wehrführer aus. Ihm folgte Johann Drost, der die Wehr bis 1947 führte.

Für die freiwillige Feuerwehr Borkum war von besonderer Bedeutung, dass die Motorisierung, Technisierung sowie Normung der feuerwehrtechnischen Ausrüstung voran kam. Im Jahre 1943 erhielt die Wehr das erste Löschgruppenfahrzeug LF 8 – TSA mit einer 800 l/min. Kraftspritze. Nach Kriegsende holte man sich einen Funkwagen, mehrere Tragkraftspritzenanhänger und feuerwehrtechnisches Gerät von der Wehrmacht, bzw. dem damaligen Luftschutzsicherheitsdienst. Der Funkwagen wurde von den Feuerwehrkameraden in Eigenarbeit als Einsatzwagen umgebaut, und galt lange Zeit bei allen Fachleuten als Kuriosum (Borkumer Norm). Er hatte der Feuerwehr aber bis Ende der 50 Jahre noch gute Dienste geleistet.

Nach Kriegsende ruhte der Wehrbetrieb vorübergehend, wurde aber schnellstens durch die englische Besatzungsmacht wieder auf die Beine gestellt. Kamerad Wilhelm Dabelstein wurde mit der Weiterführung der Feuerwehr beauftragt, und brachte sie unter großen Schwierigkeiten zufriedenstellend durch alle Wirrnisse der Nachkriegszeit.

Im März 1949 trat dann das neue Feuerwehrgesetz des Landes Niedersachsen in Kraft. Die Gemeinden sind danach Träger des Feuerschutzes, und für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr verantwortlich.

Dass die Stadt Borkum sich der Verantwortung bewusst war, wird daraus deutlich, dass zunächst im Jahre 1955 ein Tanklöschfahrzeug mit einem 3.000 l fassenden Wassertank, und einer Pumpe mit einer Nennleistung von 1.500 l pro

Borkum

Dieser in Eigenarbeit umgebaute ehemalige alte Funkwagen war lange Zeit der ganze Stolz der 3. Gruppe

Borkum

Die freiwillige Feuerwehr Borkum im Jahre 1955

Minute gekauft wurde. Dieses Fahrzeug erhöhte wesentlich die Schlagkraft der Borkumer Feuerwehr.

Im Jahre 1957 stellte Oberbrandmeister Dabelstein sein Amt als Wehrführer zur Verfügung und setzte lediglich seine Tätigkeit als Unterbrandmeister noch bis zum Oktober 1960 fort.

Der Gastwirt Karl Sträter wurde im Oktober 1957 als Nachfolger von Wilhelm Dabelstein zum Stadtbrandmeister gewählt. Leider verstarb er bereits im Jahre 1959. Im Einvernehmen mit dem damaligen Kreisbrandmeister Georg Barth wurde Kamerad Hinderk Zimmermann mit der Weiterführung der Wehr beauftragt, und am 26. September 1959 zum neuen Stadtbrandmeister gewählt.

Der Nachholbedarf für unsere Feuerwehr enorm groß. Fürs erste waren zwei veraltete Fahrzeuge und die nicht mehr den Sicherheitsvorschriften genügende Anhängeleiter unsere größten Sorgenkinder. Außerdem mussten sowohl die Bekleidung und die persönliche Ausrüstung der Wehrmänner, als auch ein Großteil des feuerwehrtechnischen Gerätes auf den neuesten Stand gebracht werden. Wichtig war noch die zentrale Unterbringung des gesamten Fahrzeugparks.

Als Erstes konnte die längst fällige Einrichtung eines Feuerwehrhauses geklärt werden, in dem die Stadt Borkum den sogenannten Westschuppen an der von Frese Straße ankaufte. Neben einer Fahrzeughalle, eines Unterrichts- und Aufenthaltsraumes, sowie den sanitären Anlagen wurde an der Südseite eine Wohnung für einen Feuerwehrmann, und im Nordflügel ein Raum für das Rote Kreuz eingebaut.

Die Reparaturanfälligkeit der vorhandenen alten Fahrzeuge wurde langsam so groß, dass der Kostenaufwand das vertretbare überschritt.

Borkum

Nach einer Übung auf Borkum – Ostland im Mai 1961. Der Fahrzeugpark sah damals noch ziemlich zusammengewürfelt aus.

Nach vielen Verhandlungen der Stadt Borkum mit den übergeordneten Dienststellen auf dem Festlande konnten im Juli 1964 ein neues Löschfahrzeug LF 8 TS und im April 1995 eine Drehleiter DL 30, damals die erste dieser Art im Landkreis Leer, von der Feuerwehr übernommen werden.

Ein schweres Fahrzeug LF 8 folgte im Jahre 1970, das heute mit einem Hilfeleistungssatz zusätzlich ausgerüstet ist.

Der erweiterte moderne Fahrzeugpark wirte auch sehr positiv auf die Dienstfreudigkeit der Feuerwehrmänner aus. Es traten in der Folgezeit mehr und mehr junge Leute in unsere Feuerwehr ein, so dass man sagen kann, Nachwuchssorgen bestehen für die Borkumer Feuerwehr nicht.

Im Jahre 1965 schied Oberbrandmeister Hinderk Zimmermann aus Altersgründen aus der aktiven Wehr aus, und Kamerad Jan Bakker wurde neuer Stadtbrandmeister.

Im Zuge des Aufbaues des Bevölkerungsschutzes wurde auch das noch aus dem II Weltkrieg stammende verfallende Sirenensystem erneuert und erweitert. Heute stehen der Feuerwehr insgesamt 18 Sirenen zur Verfügung.

Im Jahre 1971 wurde das Feuerwehrhaus mit einem erheblichen Kostenaufwand modernisiert. Die Fahrzeughalle erhielt die vorschriftsmäßige Höhe und es wurden neue Tore eingebaut. Weiter wurden eine Werkstatt und ein Magazin für Bekleidung und Ersatzteile eingerichtet. Die sanitären Anlagen wurden um eine Duschanlage erweitert, und das ganze Feuerwehrhaus mit einer Heizungsanlage ausgestattet. Für den Unterricht wurde seither der vorhandene Raum vom Roten Kreuz und der Feuerwehr gemeinsam genutzt. Dieses ist bis heute noch der fall und es besteht zwischen beiden Organisationen ein gutes Einvernehmen.

Im Jahre 1974 übernahm die freiwillige Feuerwehr ein neues TLF 16, da das aus dem Jahre 1955 stammende alte Löschfahrzeug den Anforderungen nicht mehr standhielt.

Das Jahr 1975 brachte die Freiwillige Feuerwehr einen großen Schritt nach vorn. Die ersten Fahrzeuge wurden mit Funkgeräten ausgerüstet und die Führungsspitze erhielt insgesamt 5 Handsprechfunkgeräte.

Im März 1977 trat Hauptbrandmeister Jan Bakker nach 12 jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen als Stadtbrandmeister zurück und Egon Tjaden, der vorher schon 13 Jahre Stellvertreter war, wurde zum neuen Stadtbrandmeister gewählt.

Da die im Feuerwehrhaus vorhandene Wohnung nicht mehr benötigt wurde, baute man sie Jahre 1978 zu einem neuen, großen Unterrichtraum und Büro

Borkum

Buntes Treiben vor dem Borkumer Feuerwehrhaus an einem schönen Sommertag im August 1979.

um. Außerdem wurden eine kleine Küche und neue Toilettenanlagen eingebaut. Aus dem bisherigen Unterrichtsraum entstand ein weiterer Fahrzeugeinstellplatz.

Am 12. Januar 1979 konnte die Wehr ihre Einsatzmöglichkeiten durch die Übernahme eines weiteren schweren LF 8 erweitern. Dieses Fahrzeug enthält eine zusätzliche Ausrüstung zur Stromerzeugung von 5000 Watt.

In der letzten Zeit hat sich die Wehrführung verstärkt um den Ausbau der stillen Alarmierung gekümmert. Jetzt sind 7 Funkmeldeempfänger in Betrieb, die es ermöglichen, die damit ausgerüsteten Kameraden jederzeit zu erreichen. Dadurch braucht man die Sirenen nur noch bei größeren Einsätzen. Bezeichnend für die Aufgeschlossenheit der Borkumer Bevölkerung gegenüber ihrer Feuerwehr ist, dass 4 der Funkmeldeempfänger von Spendengeldern Borkumer firmen bzw. Geschäftsleuten angeschafft werden konnten.

Die Alarmierung der Wehr erfolgt seit einigen Jahren durch die Funksprechzentrale der Bundeswehr auf Borkum – Reede, über eine dort installierte Revierstation.

Das Kommando gibt sich alle erdenkliche Mühe, die Funkanlage weiter zu vervollständigen und ständig auf den neuesten stand zu halten. Die Vergangenheit hat gezeigt, das bei längeren Einsätzen und Katastrophen die Koordinierungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Dienststellen auf der Insel trotzdem noch im argen liegen. Die Feuerwehr bemüht sich deshalb um eine Funkleitstelle im Feuerwehrhaus.

Borkum

Der Fahrzeugpark der freiwilligen Feuerwehr Borkum im Jahre 1980.

Der Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Borkum besteht z. Zt. aus 1 TLF 16 t, 1 TLF 16, 2 LF 8, 1 DL 30, 1 MTW (Bully), 1 TSA-TS, 1 Schlauchhaspelanhänger (Eigenbau, Borkumer Norm) und 1 Einachsanhänger zum Transport von Schläuchen und Gerät.

Für 13 Atemschutzgeräte stehen mehr als 20 voll ausgebildete Geräteträger zur Verfügung.

Die Wasserversorgung wird mit 130 Unterflurhydranten und einem Löschteich in Borkum – Ostland sichergestellt.

Die Personalstärke beträgt z. Zt. insgesamt 101 aktive Mitglieder (Löschzüge und Musikzug) davon 2 weibliche Mitglieder im Musikzug. Die Altersabteilung hat 27 Mitglieder, so dass die Gesamtpersonalstärke der Freiwilligen Feuerwehr Borkum 128 ordentliche Mitglieder umfasst. Dazu kommen noch 150 fördernde Mitglieder aus allen Kreisen der Borkumer Bevölkerung.

Eingeteilt ist die Wehr in zwei Löschzüge und einen Musikzug, der am 29. November 1892 gegründet wurde und einen ebenso wechselvollen Werdegang aufzuweisen hat, wie die gesamte Borkumer Feuerwehr. An anderer stelle dieser Festzeitschrift ist die Entwicklung unseres Musikzuges aufgezeichnet.

Wenn es für manchen auswärtigen Feuerwehrkameraden vielleicht so aussehen mag, dass die Borkumer Feuerwehr viel besser bestückt und ausgerüstet ist, als viele andere Wehren des Landkreises Leer, so möge man doch dabei bedenken, dass wir ganz alleine für die Sicherheit und den Feuerschutz von über 8000 Einwohnern und im Sommer von zusätzlich weit über 20000 Kurgästen und Saisonkräften verantwortlich sind, ohne jegliche Möglichkeit nachbarschaftlicher Hilfe.

Borkum

Der 1. Zug 1980

Borkum

Der 2. Zug 1980

Borkum

Das Kommando der Wehr 1980:- Hintere Reihe v. links: H. Oltmanns, Zugführer 2, W. Addens, Musikzugführer, J. Bakker, Ehrenstadtbrandmeister, A. Frey, Zugführer 1, E. Tjaden, Stadtbrandmeister, S. Addens, Beisitzer, F. Juist, stellv. Stadtbrandmeister. vordere Reihe v. links: R. Brinkmann, Beisitzer, W. Beckmann, Beisitzer, O. Prinz, Schriftführer und Kassierer.

Für die Stadt Borkum dürfte es beruhigend sein, angesichts der Größe unseres Bades eine gut ausgerüstete Wehr zur Sicherung gegen Feuer und Katastrophen zur Verfügung zu haben.

Alle Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Borkum hoffen sehr, dass das gute Verhältnis zu Rat und Verwaltung der Stadt Borkum und besonders zu der Borkumer Bevölkerung auch für die Zukunft erhalten bleibt.

Die Feuerwehr wird auch weiterhin immer für jeden Bürger da sein, der Hilfe bedarf.

Die Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Borkum von 1890 bis heute 1980

Der Musikzug im Wandel der Jahre

Was die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr unserer Insel bewog, schon zwei Jahre nach ihrer Gründung daran zu denken, eine eigene Kapelle ins Leben zu rufen, kann heute nicht mehr festgestellt werden. In der Chronik heißt es schlicht, dass auf einer Vorstandssitzung angeregt wurde, eine Kapelle ins Leben zu rufen. Diese Anregung fand großen Anklang und schon in der darauffolgenden Generalversammlung am 29. November 1892 stand die Gründung der Feuerwehrkapelle auf der Tagesordnung. Zum Beitritt meldeten sich 13 Feuerwehrkameraden.

Der erste öffentliche Auftritt erfolgt am 12.09.1893 im Dorfhotel. Seit dieser Zeit trägt sie regelmäßig durch musikalische Darbietungen zum Gelingen der Generalversammlungen bei. Am 12.12.1894 folgt das erste Ständchen zu Ehren eines Kameraden, der an diesem Tage seine Silberhochzeit feiert. Von nun an steht die Kapelle ihren Feuerwehrkameraden bei freudigen und weniger freudigen Anlässen zur Seite. Der Grundstein für die Entwicklung bis zum heutigen Tag ist gelegt.

Nachdem die ersten Konzerte mit Erfolg durchgeführt sind, wird die Feuerwehrkapelle zu einem echten Träger von Kultur und Geselligkeit auf der Insel. Bismarckfeier 28.03.1895, die alljährliche Sedan – Feier am 02. 09 und des Kaisers Geburtstag am 27.01. bieten Gelegenheiten zum öffentlichen Auftreten. Hinzu kommen die Stiftungsfeste und die Konzerte zum nutzen der Kapelle, denn schließlich müssen die auf Kredit gekauften Instrumente bezahlt werden.

Borkum

Die Feuerwehrkapelle im Jahre 1902

Am 12.12.1904 beantragt Dr. Kok, nachdem er 13 Jahre lang die Geschicke der Feuerwehrkapelle geleitet hat, aus der Feuerwehr entlassen zu werden. Nachfolger wird auf Beschluss vom 07.01.1905 Johannes Marcussen, der am 13.10.1908 seinen Austritt aus der Kapelle beantragt. Neuer Dirigent wird Christel Herboth. Am 17.11.1913 übernimmt der Zollbeamte Adolf Deumner die Leitung der Kapelle.

Der erste Weltkrieg wirft bereits seine Schatten voraus. Schließlich ist 1917 ein großer teil der Feuerwehrmusiker eingezogen und die Musik kommt völlig zum Erliegen.

Am 16.04. 1919 wird Onno Heyen zum neuen Dirigenten gewählt. Aber erst am 23.10.1920 kann die Kapelle wieder ins Leben gerufen werden.

Ab 1922 beginnt die Feuerwehrkapelle ein gewisses Eigenleben zu führen. Gelegentlich einer Übung der Trompetercorps – so die damalige Bezeichnung – wird aus der Kapelle heraus ein eigener Musikausschuss gebildet.

In der Zeit von 1925 bis 1927 wird die Kapelle unter Leitung des Zollbeamten Georg Schinke auf eine beachtliche Stärke gebracht.

Borkum

Die Feuerwehrkapelle im Jahre 1929.

Am 29.11.1930 wird das 40jährige Bestehen der Feuerwehr Borkum mit einem Fackelzug gefeiert.

Das Bootsunglück der „Annemarie“ am 22.09.1931 reißt Jean Souchon aus den reihen der Kameraden.

In dankbarer Weise stellt sich der Lehrer Otto Wolf zur Verfügung und führt die Arbeit fort, bis Heinz Bakker, einer der wenigen Überlebenden des Unglücks, dann die Leitung der Kapelle übernehmen kann. Heinz Bakker scheidet am 11.11.1933 aus.

Es folgt Evert Wybrands, der nunmehr für mehr als drei Jahrzehnte Dirigent der Feuerwehr sein wird.

Schließlich macht der zweite Weltkrieg ein Weiterbestehen der Kapelle unmöglich.

Am 01.05.1939 findet der letzte öffentliche Auftritt statt, der am 06.01.1949 die Neugründung folgt; zugleich ist es die erste Probe, zu der acht Musiker erscheinen und sich der schon aus der Vorkriegszeit bewährten Leitung von Evert Wybrands unterstellen. Schnell wird die Besetzung auf 20 Musiker aufgestockt.

Im Jahre 1951 beginnt in der Geschichte der Feuerwehrkapelle ein neues Kapitel. Inzwischen ist im Rahmen der gesetzlichen Neuregelung aus der „Feuerwehrkapelle“ ein „Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borkum“ geworden. Dieser Musikzug hat seine alte Stellung als einer der Träger des kulturellen und geselligen Lebens auf der Insel wieder eingenommen.

Zunächst beginnt man im Jahre 1951 mit Blaskonzerten in der Wandelhalle, der Mitwirkung bei Kinderfesten und sonstigen Veranstaltungen der Kurverwaltung.

Im gleichen Maße, in dem der Erfolg der Feuerwehrmusik bei öffentlichen Auftritten steigt, werden auch die Aufgaben größer, die an den Musikzug herangetragen werden. Mehr aufgaben verlangen aber auch mehr Einsatz. So wird ab 1951 auch im Sommer ein Übungsabend pro Woche angesetzt.

Aus dem Heimatabend von 1953 wird 1954 der „Inselabend“, der in dem heute in seiner Beliebtheit kaum noch zu überbietenden „Borkum-Abend“ seine Fortsetzung findet.

Der erste Auftritt der Borkumer Feuerwehrmusiker außerhalb Borkums erfolgt am 20. und 21. Juni 1953 auf dem Kreisfeuerwehrtag in Weener; nur wenig später, am 18.08.1953, folgt ein Platzkonzert mit Laternenumzug auf der Nachbarinsel Juist. Seit diesen Tagen verbindet die Borkumer Feuerwehr ein enges Band der Freundschaft mit anderen Wehren und Kapellen.

Im Laufe des Jahres 1964 übergibt Evert Wybrands, mit Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit, den Taktstock an Tönjes Akkermann. Eine Vorahnung wohl; im September des gleichen Jahres tragen ihn die Kameraden des Musikzuges zu Grabe.

Die folgenden Jahre stehen im Zeichen des weiteren Aufbaues des Musikzuges und der Erfüllung der freiwillig und gern übernommenen Aufgaben im Dienste

Borkum

Der Musikzug 1957

Borkum

Der Musikzug im Georg-Melcher-Stadion in Essen im April 1977

Borkum

Der Musikzug bei einem Auftritt im Kurhaus 1978

der Feuerwehr und des Kurortes Borkum. Aus der Freundschaft von Tönjes Akkermann und dem Leiter der Feuerwehrkapelle in Tündern / Hameln, Wilhelm Honnecke, wird bald eine Freundschaft beider Musikzüge. Zur Grenzbeziehung, dem historischen Volksfest der Gemeinde vor den Toren Hamelns, trifft man sich am 12.05.1970 in Tündern zu einem gemeinsamen Musizieren, das dann 1971 in mehreren gemeinsamen Konzerten seine Fortsetzung findet, zuletzt im November 1979 in der Weserberglandhalle in Hameln.

Damit ist der Sprung der Borkumer Feuerwehrmusiker über die Grenzen der engeren Heimat hinaus getan. Es folgen Auftritte beim Blütenfest in Wiesmoor, Mitwirkung am Umzug des Emder Schützenvereines, musikalische Ausgestaltung von Feuerehrfesten in Leer, Norderney und Weener.

Zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle Mitglieder des Musikzuges wird der Auftritt beim „Spiel ohne Grenzen“ am 24. April 1976. Die Stadt Weener hatte den Musikzug eingeladen, die auch im Fernsehen übertragene Veranstaltung musikalisch zu umrahmen.

Aus den Kameradschaftsfahrten der Vergangenheit werden Werbefahrten für die heimatliche Insel. In der Zeit vom 2. bis 5. April 1976 treffen sich die Borkumer Feuerwehrmusiker in Berlin mit ihren Kameraden von der Feuerwehr Tündern. Bei öffentlichen Platzkonzerten auf dem Kurfürstendamm sowie in Steglitz wird mit Musik für Borkum geworben.

Vom 18. bis 20. 3. 1977 erfolgt eine Werbefahrt ins Herz des Ruhrgebietes. bei Platzkonzerten in der Fußgängerzone in Osnabrück, bei der Camping- und Freizeitausstellung in den Essener Gruga- Hallen, beim Fußballspiel zwischen Rot-Weiß-Essen und Hertha BSC Berlin sowie vor der Lamberti- Kirche in Münster sorgen die Borkumer Feuerwehrmusiker dafür, dass Borkum zu einem Begriff wird. Auch bei diesen Werbefahrten bleibt der eigentliche Sinn, die Pflege der Kameradschaft, nicht auf der strecke. Freundschaften werden geschlossen oder erneuert.

Bei einem Besuch der Musikschule der Stadt Bochum ist man unter Freunden. Freunde aus Essen, Bochum, Schwelm und Wuppertal helfen, dem Musikzug der Borkumer Wehr den richtigen Sound für die großen Auftritte zu geben.

Die selbstverständliche Kameradschaft hat uns zusammengeführt und wird uns fernerhin zusammenhalten. So wurde aus der Feuerwehrkapelle von 1892 eine Gemeinschaft von Musikern, die weit über das hinausgewachsen ist, was sie eigentlich vorhatte die Kameradschaft in der Borkumer Feuerwehr zu Pflegen und zu fördern. Kameradschaft und Musik sind zwei große Worte, die auch stets mit Taten verbunden sind. Jeder von uns, ob jung oder alt, wird immer bemüht sein, sein Bestes zu geben, um auch weiterhin vielen Menschen mit der „musikalischen Brücke“ Freude zu bereiten und Entspannung zu vermitteln.

Wir haben das Gefühl, dass wir noch oft gebraucht werden! Auszugsweise der Festzeitschrift „85 Jahre Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borkum“ entnommen.

Borkum

Die Musiker der Isle – Jazz – Band gehören alle unsrer Freiwilligen Feuerwehr an.

Borkum

Der Musikzug 1980

Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borkum

Ein Kurzportrait in Zahlen

Erster Dirigent:

Dr. med. Kok, Kurarzt, geb. 14.2.1863 | erstes Ehrenmitglied des Musikzuges | vom 29.11.1892 bis 12.12.1904

Johannes Marcussen, geb. 17.5.1871 | vom 7.1.1905 bis 13.10.1908

Christel Herboth, Hotelier, geb. 8.9.1867 | Oktober 1908 bis 17.11.1913

Adolf Deumner, Zollbeamter und Militärmusiker, geb. 12.11.1878 | 17.11.1913 bis zum 1. Weltkrieg

Onno Heyen, Hotelier, geb.26.11.1880 | 16.4.1919 bis 1925

Georg Schinke, Zollbeamter und Militärmusiker, geb. 16.5.1884 | 1925 bis 1927

Jean Souchon, Hotelier, geb.2.8.1895 | 1927 bis 22.9.1931

Otto Wolff, Realschuldirektor, geb.2.8.1898 | 22.9.31 bis zum Ende des gleichen Jahres

Heinz Bakker, Verwaltungs- Angestellter, geb.13.11.1902 | Ende 1931 bis 11.11.1933

Evert Wybrands, Schlossermeister, geb.18.2.1905 | Dezember 1933 bis 1964

Tönjes Akkermann, Stadtbaumeister, geb.13.11.1937 | seit September 1964

Musikzugführer:

Wilhelm Addens, Kaufmann, geb.19.6.1918 | seit 16.2.1960

Zahl der Mitglieder seit der Gründung: 162

Derzeitige Stärke des Musikzuges: 32

Zwei weibliche Mitglieder: Ulrike Pensberg + Britta Frey

 

Einsätze der Borkumer Feuerwehr

Wenn wir hier über Einsätze unserer Feuerwehr berichten, so können wir diese leider nicht bis in die Gründerzeit zurückverfolgen, weil uns Unterlagen darüber nicht mehr vorliegen. Es kann sein, dass früher nicht alles so genau aufgezeichnet wurde, wie das heute bei uns üblich ist, oder dass diese Unterlagen irgend wann einmal verloren gegangen sind. Wie dem auch sei, fest steht, dass sich keiner der noch lebenden alten Kameraden an größere Einsätze erinnert. Auf Fragen haben uns viele alte Feuerwehrleute erklärt, dass sie selbstverständlich früher auch oft zu Einsätzen gerufen wurden, niemals aber zu solchen, die so groß waren, wie sie die heutige Wehr bekämpfen musste.

Alle alten Kameraden sprachen von vielen Flächenbränden, die besonders in trockenen Sommern in den Dünen der Insel aufgetreten sind. Sehr oft entstanden diese Brände auch im bereich des Bahndammes zwischen Borkum-Reede und dem Ort. Damals gab es noch ausschließlich Dampfloks, und die verursachten durch Funkenflug in dem trockenen Bewuchs des Bahndammes oft die sogenannten „Dünenbrände“.

Die Bekämpfung dieser Brände war deshalb schwierig, weil auch das Gerät der Feuerwehr nicht so gut war wie heute. Tanklöschfahrzeuge gab es noch nicht, so dass die Frage der Wasserförderung bei Flachbränden wegen der oft weit entfernt liegenden Hydranten das schwierigste Problem bei der Brandbekämpfung war. Meistens half man sich mit Feuerpatschen, oder man deckte die Brandflächen mit Sand ab.

Aber auch die Brände an Gebäuden waren lange nicht in dem Umfange zu verzeichnen wie heute. „Es wären schon mal Zimmer- oder Stallgebäude zu bekämpfen gewesen, und ab und zu hätte auch ein Heuschober gebrannt, aber Schlimmes oder Aufregendes hätte es früher nicht gegeben.“

Vielleicht lag es auch mit daran, dass die Bevölkerungsdichte noch nicht so groß war und es noch keine Elektrizität als Brandursache gegeben hatte.

Es soll nicht Zweck dieses Berichtes sein, der Reihe nach aufzuzählen, was alles bei uns passiert ist. Dem Leser soll vielmehr ein kleiner Einblick in die Arbeit der Borkumer Feuerwehr vermittelt werden.

Das erste große Feuer, an das sich alle Feuerwehrkameraden noch erinnern und der erste große Einsatz der „Neuzeit“ unserer Feuerwehr war der Brand der „Villa Ines“, die heute längst einem Neubau der Nordseeklinik Kaiserhof

Borkum

Platz gemacht hat. Diese Villa, deren Dachgeschoß überwiegend aus altem Pitch- Pine- Holz gebaut war, brannte an einem stürmischen Sonntag Abend im November 1956 plötzlich lichterloh. Zuerst wollte keiner so recht an ein großes Feuer glauben. Solche Einsätze hatte man noch nie erlebt. Hinzu kam ein Nordweststurm, der einen Angriff nur von einer Gebäudeseite ermöglichte. Es ging auf dieser Brandstelle lange Zeit verwirrend und hektisch zu, bis nach geraumer Zeit endlich das Feuer unter Kontrolle war, und die Feuerwehr auch die umliegenden Gebäude schützen konnte. Trotz vieler Widerwärtigkeiten, besonders wegen des Sturmes, gelang es bis Mitternacht, das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf das gesamte Gebäude zu verhindern. Man entschloss sich später

Borkum

So sah die „Villa Ines“ am Morgen nach dem Brand aus.

aber doch, das schon einige Jahrzehnte alte, nicht mehr den damaligen Anforderungen genügende Gebäude abzubrechen. Für die Borkumer Feuerwehr brachte der Brand der „Villa Ines“ die Erkenntnis, dass in Zukunft für den Brandschutz der größeren Häuser mehr getan werden musste.

Das Fehlen einer geeigneten Drehleiter hatte sich sehr nachteilig bemerkbar gemacht und man begann von da an, die Anschaffung einer mechanischen Drehleiter ins Auge zu fassen. Es dauerte aber noch bis zum Jahre 1965, als endlich eine DL 30 gekauft wurde, ohne die der heutige Feuerschutz nicht mehr denkbar ist. Leider gilt die Leiter inzwischen schon wieder als veraltet, wurde bereits 2 mal grundüberholt, und wird in nicht allzu ferner Zeit durch eine neue DL 30 ersetzt werden müssen.

Bei der großen Sturmflut am 16./17. Februar 1962 wurde die Borkumer Feuerwehr aus der Not heraus vor völlig neue Aufgaben gestellt, an die man nicht im Entferntesten gedacht hatte. Keiner hatte vorher eine Sturmflut dieses Ausmaßes erlebt. Vielen Zerstörungen stand man völlig hilflos gegenüber, da fast die Hälfte der Insel überflutet war. Es fehlte eine Funkausrüstung, die eine bessere Koordination der eingesetzten Organisationen möglich gemacht hätte. Man fragt sich heute noch, wie man all das überstanden hat. Die abgedeckten und von der Feuerwehr wieder reparierten Dächer und die vielen anderen Hilfen waren überhaupt nicht mehr zu zählen. Durch den plötzlichen Deichbruch auf Borkum Ostland waren die Brunnen voller Salzwasser und es stand für einige Hundert Stück Vieh kein Trinkwasser zur Verfügung. Tagelang musste die Frischwasserversorgung von der Feuerwehr übernommen werden. Das war schon ein großes Problem, da nur ein Tanklöschfahrzeug zur Verfügung stand, und es zum Ostland noch keine Straßen gab. Alle Wege waren von der Sturmflut ziemlich grundlos geworden. In gemeinsamer Arbeit wurde aber alles bewältigt.

Borkum Borkum

Wie alle Katastrophen hat auch die große Sturmflut die Menschen zum Nachdenken angeregt. Nun wurden Schubkarren, Schaufeln, Stiefel und vor allen Dingen viel mehr Sandsäcke zugelegt, und man begann erstmals über eine Funkausrüstung zu sprechen. Bis diese aber verwirklicht werden konnte, dauerte es noch bis zum Jahre 1975. Auf Borkum kann die Feuerwehr für sich in Anspruch nehmen, dass sie der Wegbereiter der heute vorhandenen Funkausrüstung ist, weil sie immer wieder auf die absolute Notwendigkeit hingewiesen hat.

Im März 1967 brannte das Dachgeschoß des damaligen Kinderheimes Janssen völlig aus. Die Brandursache war ein vergessener Tauchsieder. Obwohl die Feuerwehr in kurzer Zeit zur Stelle war, musste die Brandbekämpfung an die zweite Stelle treten, weil zuerst 150 Kinder aus dem Hause geborgen werden mussten. Durch den starken westlichen Wind stand inzwischen das ganze Dachgeschoß in Flammen und musste überwiegend mit der Wasserkanone der DL 30 abgelöscht werden, was den Wasserschaden vergrößerte. Dieser Brand war der erste große Einsatz unserer Drehleiter, die sich dabei als unentbehrlich bei Bränden an hohen Gebäuden erwiesen hat.

Borkum

Kinderheim Janssen nach dem Brand. Soweit kann es kommen, wenn man „nur“ einen Tauchsieder vergisst.

Danach folgte eine relativ ruhige Zeit für die Feuerwehr, bis dann Anfang der 70er Jahre in der Kaserne-Mitte, in der man nach dem Kriege ein Lager für Heimatvertriebene eingerichtet hatte, ab und zu ein größeres Gebäude brannte. Zuerst dachte man sich nicht viel dabei. Als die Menschen aus der Kaserne dann nach und nach umgesiedelt wurden, und immer wieder leerstehende Blocks in Flammen standen, musste man erkennen, dass man es mit einem Brandstifter zu

Am Tag als „die Juister kamen“ brannte der randvolle Kohlenschuppen der Borkumer Kleinbahn und wurde völlig zerstört. (Sept. 1967)

Borkum

Es blieb leider nicht viel von dem Schuppen übrig.

tun hatte, der auch an anderen Orten der Insel sein Unwesen trieb, und nie gefasst werden konnte. Er hat jahrelang die Feuerwehr in einem dauernden Alarmzustand gehalten, und die gesamte Bevölkerung sehr in Unruhe versetzt. Es wurde sogar eine Sonderkommission der Kripo eingesetzt und die Feuerwehr hat wochenlang alle nach ihrer Meinung gefährdeten Punkte der Insel nachts besetzt gehalten. Leider waren alle Bemühungen ohne Erfolg.

Zum besseren Verständnis dieses Berichtes nachfolgend eine Übersicht über die Einsätze der Borkumer Feuerwehr von 1970 bis heute:

Einsätze von 1970 – 1980

Jahr Dünenbrände Kleinbrände Mittelbrände Großbrände Hilfeleistungen Blinde - oder Böswillige Alarme
1970 27 3 1 - 2 2
1971 11 6 4 3 1 2
1972 9 7 1 - 2 2
1973 10 9 2 8 11 -
1974 5 16 3 1 3 2
1975 11 3 4 9 1 4
1976 23 6 8 1 9 8
1977 6 8 2 1 7 3
1978 8 9 3 - 8 1
1979 4 11 2 3 29 2
1980 2 1 1 (bis einschl. 31. März)

Ein erheblicher Teil der Großbrände lag im Bereich der Kaserne-Mitte, aber auch Scheunen und Heuschober brannten in der ersten Hälfte der 70er Jahre wesentlich öfter als sonst. Sehr schlimm war das Jahr 1973, in dem allein 6 Großbrände – alles Brandstiftungen – in den Zeitraum von Ende August bis Mitte September fielen, und in dem die Feuerwehr nicht mehr zu Ruhe kam. Der größte brand in dieser Zeit war der Brand der Scheune des Hofes Wegmann im September 1973, die bis unter das Dach voll Heu und Stroh war und beim Feueralarm bereits in hellen Flammen stand. Dieser Einsatz dauerte über 16 Stunden, weil die ganzen verbliebenen Heu- und Strohvorräte ausgefahren uns nach Brandnestern abgesucht werden mussten.

Borkum

15. April 1971. Die Bekämpfung des Brandes am Appartement-Haus Owen Williams war sehr schwierig. Trotz aller Mühe brannte eine Obergeschoßwohnung vollständig aus.

Borkum

Der Brand des Hofes Wegmann im September 1973 erforderte viele Einsatzstunden.

Der November 1973 bescherte uns mehrere, kurz aufeinanderfolgende Sturmfluten, bei denen teilweise höhere Wasserstände als 1962 gemessen wurden. Hier wurde unsere Wehr an dem besonders gefährdeten Ostlanddeich eingesetzt. Wir erinnern uns an einem verzweifelten Versuch, zusammen mit Soldaten der Bundeswehr, einen drohenden Deichbruch mit Sandsäcken abzuriegeln. Keiner hatte vorher auch nur geahnt, wie viele Sandsäcke in ein bereits ausgekolktes Deichstück passen. In verzweifelter Anstrengung gelang es, bis spät abends einen Sandsackwall etwa ½ Meter über dem Wasserstand zu errichten, um dann trotzdem zu erleben, dass am nächsten Tag bei voll auflaufender Flut und schweren Nordweststurm der Deich brach, und das Meer große Teile der Ostland-Ländereien überflutete.

Immerhin war dieser Deichbruch der endgültige Anlass zum Bau des großen Seedeiches, der heute von den Woldedünen bis zum Sternklipp-Dünen reicht, und nach menschlichem Ermessen in nächster Zeit neue Deichbrüche ausschließt.

Auch die Sturmfluteinsätze 1973 litten in ihrer Organisation noch erheblich unter dem Fehlen von Funkgeräten und waren mit der Veranlassung, nun endlich behördlicherseits der Feuerwehr mehr Unterstützung bei den Plänen zu gewähren.

Anfang des Jahres 1976 hatten wir nochmals eine große Sturmflut zu bestehen, die an den inzwischen neuen Deichen kein Eingreifen der Feuerwehr mehr erforderten. Stattdessen wurden durch die hohen Windgeschwindigkeiten zahlreiche Dächer nicht nur abgedeckt, sondern teilweise mit Sparren und Balkenlage regelrecht abgerissen. So stellte uns der Sturm wieder vor neue Aufgaben, die aber zügig und bestens organisiert erledigt werden konnten. Hierbei konnten wir erstmals in großem Rahmen die Möglichkeiten einer guten Funkausstattung voll ausspielen.

Das Jahr 1975 brachte die größten und verheerendsten Gebäudebrände, welche die Borkumer Inselfeuerwehr jemals erlebt hat. Im April brannte das Hotel „Rote Erde“ und im September das Hotel „Atlantik“. Beide Brände nahmen ihren Anfang im Dachgeschoß, und bei beiden gingen auch die Dachgeschosse verloren. Erschwert wurden die Einsätze durch stürmischen Nordwestwind, der gleichzeitig große Gefahr für die umliegenden Häuser brachte. Beim Brand des Hotels „Rote Erde“ machte sich das Fehlen unserer DL 30 sehr nachteilig bemerkbar, die zu dieser Zeit zur Generalüberholung im Herstellerwerk war, und durch die 17 m Leiter der Stadt Leer, die man als Ersatz zur Insel geholt hatte, nur unzureichend ersetzt werden konnte. Er brachte die nun wohl bei allen bürgern endgültige Erkenntnis, dass ohne eine gute Drehleiter ein ausreichender Feuerschutz für die großen Hotels nicht gegeben ist.

Borkum

Hotel „Rote Erde“ im Morgengrauen des 2. April 1975

Borkum

Dieses Bild bot das Hotel „Rote Erde“ einen Tag nach dem Brand. Links oben über dem Haupteingang die Brandausbruchstelle. Der Einsatz wurde durch stürmischen Westwind sehr behindert.

Borkum

Das Hotel Atlantik in hellen Flammen am Morgen des 15. September 1975.

Den längsten Einsatz verursachten die für unsere Begriffe unheimlichen Schneefälle im Februar 1979. Hierbei war unsere Feuerwehr 3 Tage lang rund um die Uhr zu allen möglichen Hilfeleistungen für die Bevölkerung eingesetzt und konnte dabei ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen, traten doch ständig neue, noch nie erlebte Probleme auf. Bei all diesen Einsätzen hat sich unsere inzwischen erweiterte und verbesserte Funkausstattung wiederum bestens bewährt. Sie haben uns auch gezeigt, dass jede Katastrophe anders ist, als die vorhergehende, und man niemals genaue Vorbereitungen für Katastropheneinsätze treffen kann. Die Feuerwehr kann nur dafür sorgen, dass möglichst viele, für die Eventualitäten ausgebildete Kameraden zur Verfügung stehen, zumal sie auf Borkum wirklich das „Mädchen für alles“ ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der funk unentbehrlich geworden ist und deshalb hat die Wehrführung ihr Hauptaugenmerk auf die Erweiterung dieses Ausrüstungsgebietes gelegt, wobei selbstverständlich die Verbesserung der übrigen Ausstattungen ebenfalls im Auge behalten wird. Bei allem bleibt das Fazit: Wir dürfen niemals in dem bemühen müde werden, jederzeit eine unserer modernen und sich ständig verändernden Welt angepassten Hilfseinrichtung für unsere Mitbürger zu bleiben.

Den längsten Einsatz verursachten die für unsere Begriffe unheimlichen Schneefälle im Februar 1979. Hierbei war unsere Feuerwehr 3 Tage lang rund um die Uhr zu allen möglichen Hilfeleistungen für die Bevölkerung eingesetzt und konnte dabei ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen, traten doch ständig neue, noch nie erlebte Probleme auf. Bei all diesen Einsätzen hat sich unsere inzwischen erweiterte und verbesserte Funkausstattung wiederum bestens bewährt. Sie haben uns auch gezeigt, dass jede Katastrophe anders ist, als die vorhergehende, und man niemals genaue Vorbereitungen für Katastropheneinsätze treffen kann. Die Feuerwehr kann nur dafür sorgen, dass möglichst viele, für die Eventualitäten ausgebildete Kameraden zur Verfügung stehen, zumal sie auf Borkum wirklich das „Mädchen für alles“ ist.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass der funk unentbehrlich geworden ist und deshalb hat die Wehrführung ihr Hauptaugenmerk auf die Erweiterung dieses Ausrüstungsgebietes gelegt, wobei selbstverständlich die Verbesserung der übrigen Ausstattungen ebenfalls im Auge behalten wird.

Bei allem bleibt das Fazit: Wir dürfen niemals in dem bemühen müde werden, jederzeit eine unserer modernen und sich ständig verändernden Welt angepassten Hilfseinrichtung für unsere Mitbürger zu bleiben.

BorkumBorkumBorkumBorkumBorkumBorkum

v.l.n.r. Georg Köhler; Wilm Bakker; Friedrich Oetken; Hermann Faß; Bernhard Schumacher; Johann Drost.

BorkumBorkumBorkumBorkumBorkumBorkum

v.l.n.r. Wilhelm Dabelstein; Karl Sträter; Hinderk Zimmermann; Jan Bakker; Egon Tjaden.

 

Feuerwehr BorkumKein Teil dieser Homepage darf ohne unsere Genehmigung in irgendeiner Form reproduziert oder unter elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt sowie für gewerbliche Zwecke genutzt werden.

Quellennachweis: Jubiläums- Festzeitschrift zum 90 jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Borkum - +Peter Hillig Stadtbrandmeister - 2009..... 2012 | Erarbeitet durch Karsten Schönbeck

Zurück